Table of Contents
- Was ist ein Digital Product Passport (DPP)?
- Wer muss wann konform sein?
- Ihre FMD-Bereitschafts-Checkliste für den DPP
- 1. Haben Sie vollständige Offenlegungsdaten?
- 2. Kennzeichnen Sie regulierte Substanzen? * REACH SVHCs (alle 6 Monate aktualisiert)?
- 3. Ist Ihre Datenstruktur digital aufgebaut?
- 4. Können Sie die Dokumentation nachweisen?
- 5. Sind Ihre Lieferanten FMD-fähig?
- 6. Sind Sie bereit für Skalierung & Wartung?
- Was ist mit Kreislaufwirtschaft & CO₂-Ausstoß?
- Warum Acquis?
- Fazit: DPP ist unvermeidlich. Nicht konform zu sein, ist keine Option.
Das ist keine „irgendwann“ Verordnung.
Der Digital Product Passport (DPP) ist live und gemäß der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) vorgeschrieben. Er verändert die Art und Weise, wie Hersteller Produktdaten, Materialien und Lieferketten in der EU verwalten.
Angetrieben vom EU Green Deal, dem Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft und neuen delegierten Produktvorschriften, wird der DPP zum standardisierten Compliance-Format in ganz Europa.
Und im Zentrum all dessen?
Vollständige Materialoffenlegung (FMD).
Was ist ein Digital Product Passport (DPP)?
Es ist genau das, wonach es klingt: eine digitale Identität für jedes Produkt, versehen mit strukturierten, lieferkettenweiten Daten.
Jeder DPP enthält:
- Woraus das Produkt besteht (Materialzusammensetzung)
- Wie es hergestellt wurde
- Ob es gefährliche Stoffe enthält (REACH, RoHS, POPs, TSCA)
- Wie es recycelt, wiederverwendet oder sicher entsorgt werden kann
- (Demnächst) Kohlenstofffußabdruck-Daten gemäß ISO 14067
Es ist maschinenlesbar (XML, RDF), mit einem QR-Code oder NFC-Tag verknüpft und über das zentrale digitale Register der EU (in Entwicklung) zugänglich.
Wenn Sie nicht vorbereitet sind, sind die Strafen nicht abstrakt:
- Verzögerte Zollabfertigung
- Abgelehnte Sendungen
- Verlust des EU-Marktzugangs
Wer muss wann konform sein?
Die Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781 2024/1781) gilt sektorübergreifend, aber die Einführung des DPP ist produktspezifisch durch delegierte Rechtsakte:
- Batterien → Bereits verpflichtend gemäß der EU-Batterieverordnung 2023/1542
- Textilien, Elektronik, Bauwesen → Umsetzung bis 2025–2027
- Alle Produkte mit hohem Einfluss → Werden letztendlich abgedeckt
Sie werden keine Schonfrist erhalten. Sie müssen nachweisen:
- FMD mit Aufschlüsselung auf Substanzenebene
- Kennzeichnung von regulierten Stoffen (SVHC, RoHS, POPs, TSCA)
- Metriken zur Zirkularität (Reparierbarkeit, Recycelbarkeit, Kohlenstofffußabdruck)
- Standardisierte Formate (IPC 1752A, IEC 62474, FMD XML)
Ihre FMD-Bereitschafts-Checkliste für den DPP
Lassen Sie uns den Ballast weglassen. Wenn Ihr Programm zur vollständigen Materialoffenlegung (FMD) diese sechs Fragen nicht besteht, sind Sie nicht DPP-bereit.

1. Haben Sie vollständige Offenlegungsdaten?
- Homogene Materialaufschlüsselung?
- CAS-Nummern für jede Substanz?
- Gewicht, PPM oder Konzentration für jedes Teil?
2. Kennzeichnen Sie regulierte Substanzen?* REACH SVHCs (alle 6 Monate aktualisiert)?
- RoHS 10 Substanzen mit Ausnahmebehandlung?
- POPs- und TSCA-Prüfungen integriert?
3. Ist Ihre Datenstruktur digital aufgebaut?
- Standards: IPC 1752A, IEC 62474, FMD XML?
- Maschinell lesbare Formate (XML/RDF)?
- KEIN Excel, PDF oder Screenshots als endgültige Quelle?
4. Können Sie die Dokumentation nachweisen?
- Konformitätszertifikate (CoC)?
- Sicherheitsdatenblätter (SDS)?
- Prüfberichte von Drittanbietern? Nachweise für Ausnahmen?
5. Sind Ihre Lieferanten FMD-fähig?
- Verstehen sie die FMD-Anforderungen?
- Schulen Sie sie mit Vorlagen & Tools?
- Ist FMD in Ihre Beschaffungsverträge integriert?
6. Sind Sie bereit für Skalierung & Wartung?
- Halbjährliche Aktualisierungen für neue SVHCs?
- Versionskontrollsystem vorhanden?
- Aktualisierungen bei jeder Änderung eines Teils?
Was ist mit Kreislaufwirtschaft & CO₂-Ausstoß?
Bis 2026–27 werden die meisten DPPs folgendes erfordern:
- Recyclingfähigkeitsbewertungen
- Erkennung von gefährlichen Inhalten
- Produkt-CO₂-Fußabdruck (PCF) nach ISO 14067 oder PACT
Wenn Sie noch keinen Materialfluss oder CO₂ kartieren, sind Sie schon im Rückstand.
Warum Acquis?
Weil Compliance kein statisches Kontrollkästchen mehr ist. Es ist ein dynamisches Daten-Ökosystem.
Die Acquis Compliance Platform ermöglicht:
- Kampagnengetriebene FMD-Erfassung in großem Maßstab
- Echtzeit-SVHC/RoHS/POPs-Validierung
- XML/FMD-fähige Datengenerierung für DPP-Einreichung
- Kreislauffähigkeitspunkte & Rückverfolgbarkeit der Lieferkette
Wir digitalisieren nicht nur die Compliance, wir automatisieren sie.
Fazit: DPP ist unvermeidlich. Nicht konform zu sein, ist keine Option.
Jede Verzögerung bei der FMD-Bereitschaft = Risiko für Ihren EU-Marktzugang.
Lassen Sie die Konkurrenz hetzen. Sie sind einen Schritt voraus.
Beginnen Sie heute, Ihr digitales Rückgrat aufzubauen.
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