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By Acquis Compliance | Thu Nov 20 2025 | 2 min read

Die European Union Deforestation Regulation (EUDR) ist ein wegweisendes Gesetz zur Förderung nachhaltiger Lieferketten und zur Bekämpfung der globalen Entwaldung. Im Rahmen der umfassenderen Umwelt-, Sozial- und Governance-Ziele (ESG) der EU führt die EUDR strenge Compliance-Anforderungen für Unternehmen ein, darunter Sorgfaltspflichten, Risikobewertungen und jährliche Berichterstattung. Die Nichteinhaltung kann schwerwiegende Konsequenzen haben, wie z.B. die Entfernung von Produkten vom Markt, Imageschäden und Verlust zukünftiger Aufträge.

Was ist das Ziel der EUDR?

Das Hauptziel der EUDR ist es, globale Entwaldungsrisiken zu mindern, indem verantwortungsvolle Beschaffungspraktiken durchgesetzt werden. Indem der Zugang zum EU-Markt genutzt wird, soll die Verordnung sicherstellen, dass Produkte, die in die Region gelangen, folgende Kriterien erfüllen:

  1. Entwaldungsfrei: Produkte dürfen nicht aus der Umwandlung von Wäldern für landwirtschaftliche Zwecke resultieren, sei es durch menschliches Eingreifen oder anderweitig.
  2. Rechtskonform produziert: Produkte müssen den relevanten Gesetzen des Produktionslandes entsprechen.
  3. Durch Sorgfaltspflichterklärungen gedeckt: Unternehmen müssen Dokumentationen vorlegen, die die Einhaltung der EUDR-Anforderungen belegen.

Um diese Ziele zu erreichen, müssen Hersteller Prozesse zur Erfassung von Nachhaltigkeitsrisikodaten aus ihren Lieferketten etablieren und jährliche Risikoanalysen durchführen. Wird ein Entwaldungsrisiko festgestellt, müssen Hersteller die zuständigen Behörden aller EU-Mitgliedstaaten informieren, in denen nicht konforme Produkte auf den Markt gebracht wurden.

EUDR-Grundlagen: Umfang & Zeitplan

Die EUDR gilt für eine breite Palette von Rohstoffen und abgeleiteten Produkten, darunter:

  • Rohstoffe: Vieh, Kakao, Kaffee, Ölpalme, Gummi, Soja, Holz
  • Abgeleitete Produkte: Fleischprodukte, Leder, Schokolade, Palmölderivate, Glycerin, Naturgummiprodukte, Zellstoff- und Papierwaren (z. B. gedruckte Bücher)
  • Ausnahmen: Waren, die ausschließlich aus recycelten Materialien bestehen und für Mülldeponien bestimmt sind, sind von der Regelung ausgenommen.

Zeitplan der EUDR:

  • Die EUDR gilt für Produkte, die am oder nach dem 29. Juni 2023 hergestellt wurden.
  • Die bestehende Verordnung (EU) Nr. 995/2010 für Holz und Holzerzeugnisse bleibt bis zum 31. Dezember 2027 in Kraft. Danach müssen Holzprodukte den neuen EUDR-Anforderungen entsprechen.

Wie man EUDR-Risikobewertungen durchführt

Die EUDR legt großen Wert auf Risikobewertungen in der Lieferkette, insbesondere im Hinblick auf:

  1. Wälder und indigene Völker: Gewährleistung, dass die Beschaffungspraktiken weder Wälder schädigen noch die Rechte indigener Gemeinschaften verletzen.
  2. Länderherkunftsrisiken: Bewertung der Entwaldungsraten, Korruption, Menschenrechtsverletzungen und anderer ethischer Probleme im Produktionsland.
  3. Komplexität der Lieferkette: Rückverfolgung von Materialien bis zu ihrem Ursprung, einschließlich des spezifischen Grundstücks, auf dem die Rohstoffe produziert wurden. Risikobewertungen sind keine einmalige Aufgabe, sondern ein fortlaufender Prozess, der jährliche Überprüfungen erfordert, um Änderungen zu adressieren und die Compliance zu verbessern. Hersteller müssen detaillierte Dokumentationen erstellen und den zuständigen Behörden auf Anfrage zur Verfügung stellen.

EUDR Eine neue Ära der verantwortungsvollen Beschaffung

Die EUDR ist Teil eines breiteren Trends hin zu verantwortungsvoller Beschaffung in globalen Lieferketten. Ähnlich wie der Übergang von der Berichterstattung über Konfliktmineralien zur verantwortungsvollen Rohstoffbeschaffung repräsentiert die EUDR eine neue Generation von Vorschriften, die tiefere Transparenz und Verantwortlichkeit verlangen.

Hauptaussagen für Unternehmen sind:- Proaktive Sorgfaltspflicht: Gehen Sie über die grundlegende Datenerfassung hinaus, um Auswirkungen und externe Effekte in Ihrer Lieferkette zu quantifizieren.

  • Lieferantenbindung: Schulen Sie Lieferanten über neue Datenanforderungen und machen Sie sie zu Partnern in der Einhaltung von Vorschriften.
  • Kontinuierliche Verbesserung: Aktualisieren Sie regelmäßig Ihre Sorgfaltspflichtprozesse, um regulatorischen Änderungen voraus zu sein.

Wie Sie Ihr Sorgfaltspflichtsystem für die EUDR verbessern

Um den Anforderungen der EUDR nachzukommen, müssen Hersteller ein robustes Sorgfaltspflichtprogramm implementieren. Die Investition in eine Plattform für das Management der Nachhaltigkeit in der Lieferkette wie das Acquis Compliance Tool kann diesen Prozess vereinfachen, indem Sie:

  1. Die Lieferantenbindung optimieren: Nutzen Sie ein einziges Portal für Interaktionen mit Lieferanten.
  2. Die Datenerfassung automatisieren: Verwenden Sie Umfrageschablonen und Validierungsregeln, um genaue Informationen zu sammeln.
  3. ESG-Daten sammeln: Unterstützen Sie die Sorgfaltspflicht zur verantwortungsvollen Beschaffung mit umfassenden Lieferantendaten.

Acquis bietet die Werkzeuge, die benötigt werden, um Risiken zu identifizieren, Compliance sicherzustellen und Transparenz in Ihrer Lieferkette zu wahren.

Wie Sie sich auf die EUDR-Compliance vorbereiten

  1. Führen Sie eine Lieferkettenbewertung durch: Identifizieren Sie Hochrisikobereiche und priorisieren Sie Sorgfaltspflichtbemühungen.
  2. Involvieren Sie Lieferanten frühzeitig: Arbeiten Sie mit Lieferanten zusammen, um sicherzustellen, dass sie die EUDR-Anforderungen verstehen und erfüllen.
  3. Investieren Sie in Technologie: Nutzen Sie digitale Tools, um Lieferantendaten zu sammeln, zu standardisieren und zu analysieren.
  4. Bleiben Sie informiert: Überwachen Sie regulatorische Updates und bewährte Praktiken der Branche, um Änderungen voraus zu sein.

Fazit

Die EUDR markiert einen bedeutenden Fortschritt in den Bemühungen der EU, Entwaldung zu bekämpfen und nachhaltige Lieferketten zu fördern. Obwohl die Regulierung Herausforderungen mit sich bringt, bietet sie auch die Gelegenheit für Unternehmen, in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltverantwortung führend zu sein. Durch proaktives Engagement für die EUDR-Compliance können Unternehmen ihren Marktzugang schützen, ihr Markenimage verbessern und zu einer grüneren Zukunft beitragen.

Für fachkundige Anleitung zur Navigation durch die EUDR und zur Sicherstellung der Compliance kontaktieren Sie uns noch heute. Gemeinsam können wir eine nachhaltige und entwaldungsfreie Lieferkette aufbauen.

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Ein Überblick über die EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Produkten

Die European Union Deforestation Regulation (EUDR) ist eine EU-Verordnung, die im Juni 2023 in Kraft trat und darauf abzielt, Produkte aus Entwaldung oder Waldschädigung vom EU-Markt fernzuhalten. Sie verpflichtet Unternehmen, den Ursprung ihrer Rohstoffe zurückzuverfolgen und nachzuweisen, dass diese entwaldungsfrei und rechtskonform hergestellt wurden. Die EUDR ersetzt langfristig die EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) und erweitert den Geltungsbereich auf Produkte wie Kaffee, Kakao, Soja, Palmöl, Rindfleisch, Gummi und Holz sowie daraus hergestellte Waren.
Die EUDR gilt für alle Unternehmen, die bestimmte Rohstoffe oder daraus abgeleitete Produkte in die EU importieren, auf den Markt bringen oder exportieren. Große Unternehmen: müssen bis spätestens 30. Dezember 2024 vollständig konform sein. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): erhalten eine verlängerte Frist bis 30. Juni 2025. Die bestehenden Regelungen der EU-Holzverordnung gelten bis Ende 2027 parallel weiter, um eine Übergangsphase zu ermöglichen.
Die Verordnung umfasst sieben zentrale Rohstoffe: Rind, Kakao, Kaffee, Palmöl, Soja, Holz und Gummi. Ebenfalls betroffen sind verarbeitete Produkte wie Leder, Schokolade, Möbel, Papier, Reifen und Druckerzeugnisse. Ausgenommen sind lediglich Waren, die ausschließlich aus recyceltem Material bestehen oder für die Endlagerung als Abfall bestimmt sind. Damit deckt die EUDR einen erheblichen Teil der globalen Rohstoffhandelsströme ab und zwingt Unternehmen, komplexe Lieferketten bis zur Parzellenebene zurückzuverfolgen.
Unternehmen müssen ein umfassendes Sorgfaltspflichtsystem (Due Diligence System) implementieren, das drei Kernanforderungen erfüllt: Informationsbeschaffung: Geolokalisierung der Produktionsflächen, Lieferantendaten, rechtliche Nachweise. Risikobewertung: Einstufung nach Entwaldungsrisiko, Menschenrechtslage, Korruption und Landnutzung im Ursprungsland. Risikominderung: Nachweis geeigneter Maßnahmen, Audits oder Zertifikate zur Minimierung potenzieller Risiken. Zusätzlich ist eine jährliche Berichterstattung an die zuständigen EU-Behörden verpflichtend. Bei Verstößen drohen Produktentzug, hohe Bußgelder und Marktausschluss.
Der Schlüssel zur erfolgreichen EUDR-Umsetzung liegt in Datenmanagement und Lieferantenintegration. Empfohlene Schritte: Lieferkettenkartierung: Identifizieren Sie alle relevanten Rohstoffquellen bis zur Ursprungsebene. Technologische Unterstützung: Nutzen Sie Tools wie das Acquis Compliance Tool, um Lieferantendaten zu standardisieren, ESG-Risiken zu bewerten und Sorgfaltspflichten zu automatisieren. Regelmäßige Risikoüberprüfungen: Führen Sie jährliche Audits und Gap-Analysen durch. Transparente Kommunikation: Schulen Sie Lieferanten und Stakeholder über die EUDR-Anforderungen. Unternehmen, die proaktiv handeln, minimieren nicht nur regulatorische Risiken, sondern stärken auch ihre Nachhaltigkeitsreputation und Marktposition.