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Die Europäische Union hat einen entscheidenden Schritt zur Beseitigung schädlicher Chemikalien aus der Umwelt unternommen, indem sie Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS), deren Salze und PFHxS-verwandte Verbindungen in die Verordnung über persistente organische Schadstoffe (POPs) (EU) 2019/1021 aufgenommen hat.
Diese Änderung, eingeführt durch Verordnung (EU) 2023/1608, trat am 28. August 2023 in Kraft und stellt eine wichtige Angleichung an das Stockholmer Übereinkommen dar, bei dem PFHxS im Jahr 2022 in Anhang A zur weltweiten Eliminierung aufgenommen wurde.
Was hat sich unter der Verordnung (EU) 2023/1608 geändert?
Die Änderung aktualisiert Anhang I Teil A der EU-POPs-Verordnung und verbietet:
- PFHxS (einschließlich aller verzweigten Isomere)
- PFHxS Salze
- PFHxS-verwandte Verbindungen – Substanzen, die zu PFHxS abbauen, insbesondere solche mit dem Strukturelement C6F13–S
Das Verbot gilt für Substanzen, Gemische und Erzeugnisse, es sei denn, sie sind ausdrücklich ausgenommen.
Welche Produkte sind betroffen?
PFHxS und seine verwandten Verbindungen wurden verwendet in:
- Wasser- und schmutzabweisenden Textilien
- Feuerlöschschäumen
- Elektronik (Halbleiter, Beschichtungen)
- Chromveredelungen und speziellen Tensiden
Hersteller und Importeure von Elektronik, Textilien, Automobilteilen und Beschichtungen müssen die Produktformulierungen und BOMs unverzüglich überprüfen.
Ausnahmen gemäß Artikel 4
Die Verwendung von PFHxS ist nur unter engen Bedingungen erlaubt:
- Zwischenverwendung in einem geschlossenen System, ohne Freisetzung in die Umwelt
- Forschung und Entwicklung im Labormaßstab
- Bestimmte Altprodukte, die bereits auf dem Markt sind (nicht beabsichtigte Anwesenheit)
Alle Ausnahmen erfordern eine Begründung und Dokumentation.
Spezifische Ausnahmegrenzwerte
Diese Änderung führt genaue Grenzwerte für PFHxS, seine Salze und verwandte Verbindungen ein:

Diese Ausnahmegrenzwerte müssen durch analytische Tests validiert werden und gelten nur dort, wo keine beabsichtigte Verwendung vorliegt.
- Zwischenverwendung in einem geschlossenen System, ohne Freisetzung in die Umwelt
- Forschung und Entwicklung im Labormaßstab
- Bestimmte Altprodukte, die bereits auf dem Markt sind (nicht beabsichtigte Anwesenheit)
Alle Ausnahmen erfordern eine Begründung und Dokumentation.
Durchsetzung & Pflichten in der Lieferkette
Ab dem 28. August 2023 müssen Unternehmen:
- PFHxS und verwandte Verbindungen aus allen neuen Produkten beseitigen
- Vorhandene BOMs und Lieferketten auf das Vorhandensein dieser Substanzen überprüfen
- Technische Dokumentation, SDS und Konformitätserklärungen aktualisieren
- Kunden informieren und Produktrücknahmen sicherstellen, wo nötig
Falls PFHxS auf der REACH-Kandidatenliste erscheint (doppelt gelistet), könnten SCIP-Meldepflichten gelten.
Angleichung an globale Regeln
Diese EU-Beschränkung spiegelt die globale Chemikalienverwaltung im Rahmen des Stockholmer Übereinkommens über persistente organische Schadstoffe, das PFHxS im Anhang A (Eliminierung) im Juni 2022 gelistet hat. Die regulatorische Antwort der EU demonstriert ihr kontinuierliches Engagement für Führungsrolle und Harmonisierung in der chemischen Sicherheit.
Was Acquis ermöglicht
Die Acquis Compliance Platform unterstützt Hersteller dabei:
- PFHxS und verwandte Substanzen über mehrstufige Lieferketten zu identifizieren
- Gegen POPs, REACH, RoHS, TSCA und Prop 65 zu validieren
- Aktualisierte Konformitätserklärungen (DoC) automatisch zu generieren
- Doppellistungen von SVHCs zu kennzeichnen und SCIP-Integration zu verwalten
Wenn Sie unsicher sind, ob PFHxS in Ihren upstream Teilen versteckt sein könnte, hilft Ihnen Acquis, die Risiken aufzudecken, bevor es die Regulierungsbehörden tun.
Abschließendes Wort
Die Aufnahme von PFHxS in die EU-POPs-Verordnung ist nicht nur eine weitere Chemikalienbeschränkung, sondern ein Aufruf an die Hersteller, gründlich aufzuräumen.
Warten Sie nicht, bis Ihre Lieferung markiert oder Ihr Downstream-Kunde Alarm schlägt.
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