Table of Contents
- REACH steht kurz vor einer Änderung
- Wichtige REACH-Updates, auf die Sie reagieren müssen (Zeitplan 2025)
- Was ist der REACH-Recast?
- 7 große Änderungen mit dem REACH-Recast 2025
- Warum dieser REACH-Recast für Sie wichtig ist
- 5 Maßnahmen, die Sie heute ergreifen sollten
- Weitere wesentliche Änderungen bei der REACH-Überarbeitung, die Sie nicht ignorieren können
- Vorbereitung Ihrer Systeme auf die REACH-Überarbeitung: Was technische Leiter wissen müssen
- Offizielle Quellen & Links
- Brauchen Sie Unterstützung bei der Vorbereitung auf das REACH Recast?
REACH steht kurz vor einer Änderung
Die Europäische Kommission bereitet eine weitreichende Überarbeitung der REACH-Verordnung vor. Diese als REACH-Recast bezeichnete Revision wird bis Ende 2025 erwartet und wird grundlegend ändern, wie chemische Compliance in der EU gehandhabt wird.
Egal, ob Sie Hersteller, Importeur oder Lieferant sind, diese Änderungen werden beeinflussen, wie Sie Stoffe registrieren, Dossiers aktualisieren, Risiken managen und Compliance nachweisen. Wenn Sie sich nicht bereits vorbereiten, sind Sie schon im Rückstand.
Wichtige REACH-Updates, auf die Sie reagieren müssen (Zeitplan 2025)
- Juni 2025: SVHC-Kandidatenliste Aktualisierung
- 5 neue Stoffe hinzugefügt, 1 aktualisiert (z.B. Octamethyltrisiloxan, Perfluamine 3 neue Stoffe hinzugefügt (z.B. Heptamethyl-trisiloxan, Dodecamethylpentasiloxan)
- Gesamt jetzt: 250 SVHCs
- Unternehmen müssen auf >0,1% w/w Vorhandensein in Artikeln prüfen, Artikel 33 Offenlegungen aktualisieren und, falls erforderlich, an SCIP übermitteln.
- November 2024: Mid-Cycle-SVHC-Ergänzung
- Eine ungewöhnliche Off-Cycle-Ergänzung: zeigt die Notwendigkeit für ständiges Monitoring auf
- Laufend: Verstärkte Durchsetzung
- ECHA REF-10 Vollzug ergab 18% Nichtkonformität in Verbraucherprodukten
- Trend: Mehr Stichprobenprüfungen, mehr Dossier-Validationschecks
Was ist der REACH-Recast?
Der REACH-Recast ist eine vollständige gesetzgeberische Überarbeitung der aktuellen REACH-Verordnung. Er ist Teil der EU-Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit, unter dem breiteren Europäischen Green Deal.
Der Recast zielt darauf ab:
- Verbesserung der Datenqualität und Sicherheit
- Beschleunigung des Risikomanagements für gefährliche Chemikalien
- Digitalisierung der Compliance-Dokumentation
- Reduzierung von Testredundanzen ("Ein Stoff, eine Bewertung")
7 große Änderungen mit dem REACH-Recast 2025
1. Registrierungsgültigkeitszeiträume
> Bestehende REACH-Registrierungen können nach 10 Jahren ablaufen, es sei denn, sie werden erneuert. > ECHA wird die Befugnis haben, veraltete oder unvollständige Registrierungen zu ungültig zu erklären.
2. Pflicht zur Dossieraktualisierung
> Unternehmen müssen ihre chemischen Dossiers aktualisieren, wenn neue Gefährdungsdaten vorliegen, einschließlich neuer Klassifizierungen, SVHC-Status oder Expositionsrisiken.
3. Einbeziehung von Polymeren und Niedrigtonnagenstoffen
> Einige Polymere und Niedrigtonnachemikalien, die zuvor ausgenommen waren, müssen möglicherweise registriert werden.
4. Erweiterung der Gefahrenklassen
> Neue Klassen wie endokrine Disruptoren (EDs) und persistent, mobil, toxisch (PMT) Substanzen werden strengere Kontrollen auslösen.
5. Allgemeiner Risikoansatz für hochgefährliche Chemikalien
> Beschränkungen können basierend auf der Gefahr allein beschleunigt werden – auch ohne detaillierte Risikobewertung.
6. Digitale Produktpässe (DPPs)
> Compliance-Daten (z.B. SVHC-Gehalt, Registrierungsstatus) werden bald über digitale Produktpässe in der gesamten Lieferkette geteilt.
7. Stärkere Durchsetzung & EU-weite Prüfungen
> Erwarten Sie mehr Inspektionen, Prüfungen und harmonisierte Strafen in den EU-Mitgliedsstaaten.
Warum dieser REACH-Recast für Sie wichtig ist
- Sie könnten den REACH-Registrierungsstatus verlieren, wenn Sie nicht handeln.
- Sie könnten gezwungen sein, neu zu formulieren, wenn ein Stoff einer Schnellbeschränkung unterliegt.
- Sie könnten Audits und Durchsetzungen ausgesetzt sein, wenn Ihre Dossiers nicht aktuell sind.Aber es ist nicht alles Risiko. Frühe Akteure werden Folgendes gewinnen:
- Einfacherer Marktzugang
- Vertrauen in der Lieferkette
- First-Mover-Vorteil bei der DPP-Bereitschaft
5 Maßnahmen, die Sie heute ergreifen sollten
1. Führen Sie ein REACH-Bereitschaftsaudit durch Überprüfen Sie aktuelle Registrierungen, Stoffe in Artikeln und Konformitätsdokumentationen.
2. Einrichten von Lieferantenbeziehungen bezüglich SVHC-Inhalten Seien Sie DPP und SCIP voraus, indem Sie vollständige Materialangaben (FMDs) anfordern.
3. Aktualisieren Sie Ihren Dossier-Management-Plan Bereiten Sie sich darauf vor, Daten regelmäßig zu überwachen und aufzufrischen – insbesondere bei Hochrisikostoffen.
4. Verfolgen Sie die ECHA-Updates & Überarbeitungstermine Nutzen Sie ECHAs Newsletter und CARACAL-Meeting-Summen, um sich über sich entwickelnde Anforderungen auf dem Laufenden zu halten.
5. Zusammenarbeit mit einer Compliance-Plattform Plattformen wie Acquis helfen Unternehmen, REACH, FMD, SCIP und bald auch DPP in einem System zu verwalten.
Weitere wesentliche Änderungen bei der REACH-Überarbeitung, die Sie nicht ignorieren können
Wir wollen es nicht beschönigen. Es kommen noch weitere Compliance-Herausforderungen. Hier ist, was noch auf dem Tisch liegt:
>Zeitlich begrenzte Registrierungen
Ihre REACH-Registrierungen sind nicht mehr einmalig. Im neuen Regime müssen Sie Ihre Registrierung möglicherweise alle 10 Jahre erneuern. Keine Erneuerung? Kein Marktzugang.
>Automatische Dossier-Flaggen
Änderungen in den Gefährdungsdaten? Sie sind verpflichtet, Ihr Dossier zu aktualisieren – oder riskieren die Ungültigkeit. Das ist kein Vorschlag, sondern ein Durchsetzungsgrund.
>Integration des digitalen Produktpasses (DPP)
Sie können sich nicht mehr hinter PDFs verstecken. Compliance-Daten werden maschinenlesbar und reisen mit Ihren Produkten durch die Lieferkette. Beginnen Sie jetzt mit der Planung der DPP-Felder.
>GRA = Schnellverhängte Verbote
Der Generische Risikoansatz (GRA) ändert das Spiel. Wenn Ihr Stoff gefährlich genug ist, kann er ohne vollständige Risikobewertung eingeschränkt werden. Betrachten Sie es als Regulierung im Eiltempo.
>Durchsetzung wird ausgeweitet Mit REF-10-Audits, die weit verbreitete Lücken aufdecken, bereitet sich die EU auf mehr Inspektionen, mehr Koordination und mehr Druck vor. Das alte Modell "selbst melden und hoffen" funktioniert nicht mehr.
> Warten Sie nicht, bis es an der Tür klopft. > Erledigen Sie die Arbeit jetzt. Bringen Sie Ihr Compliance-Management auf Kurs.
Vorbereitung Ihrer Systeme auf die REACH-Überarbeitung: Was technische Leiter wissen müssen
Die REACH-Überarbeitung ist nicht nur regulativ – sie ist digital. Hier ist, was Ihr technischer Stack bis 2026 bewältigen muss:
>Bereitschaft für den digitalen Produktpass (DPP)
- Abgleich von Compliance-Daten mit Produktstrukturen (BoMs, Artikel, Komponenten)
- Nutzung strukturierter Formate wie JSON/XML
- Sicherstellen der Verknüpfung mit TARIC/UNSPSC-Codes und SVHC-Präsenzmarkierungen
>Integration von e-SDS
- Migration von statischen PDFs zu maschinenlesbaren SDS-Einträgen
- Ermöglichen der Metadatenextraktion (Gefahrenklasse, Expositionsweg, GHS-Klassifizierung)
- Synchronisierung der SDS-Inhalte mit REACH-Registrierungsdaten
>Überwachung des Dossier-Ablaufs
- Verfolgen der Jahrestage der Registrierung (10-Jahres-Grenze)
- Automatisches Flaggen für Erneuerungsvorbereitungen oder Gefährdungsneubewertung
- Aufrechterhaltung historischer Dossier-Snapshots für Audits
>GRA & MAF Risiko-Logik
- Umsetzung kumulativer Gefahrenberechnungen mit Lieferanten-CAS-Daten
- Vorbereitung von Warnmeldungen für Stoffe, die unter neuen Gefahrenklassen markiert sind (ED, PMT)
>Lieferantendaten-Synchronisation
- Unterstützung des zweigleisigen Eingangs: API + manueller Upload
- Speichern von Kommunikations- und Nicht-Antwort-Markierungen als Audit-Beweis
>Protokollierung und Rückverfolgbarkeit
- Zeitstempeln von Kampagnenaktionen (Start, Erinnerung, Abschluss)
- Dokumentieren, wer was, wann und warum aktualisiert hat (Versionskontrolle)
- Änderungsprotokolle pro Teil, Lieferant und Dossier beibehalten>Fazit: Das REACH Recast ist ebenso ein Systemupgrade wie eine Regulierungsänderung. Behandeln Sie es wie ein Compliance-Transformationsprojekt, nicht als Checkliste.
Offizielle Quellen & Links
Brauchen Sie Unterstützung bei der Vorbereitung auf das REACH Recast?
Acquis unterstützt Hersteller und Lieferanten dabei, der REACH-Compliance voraus zu sein.
- Automatisierung der SVHC-Verfolgung
- Starten von REACH- & SCIP-Kampagnen
- Zentralisierung von FMD und Dokumentation
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