Table of Contents
- 1. Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHCs): Die Beobachtungsliste
- Warum ist das wichtig?
- Kürzliche Ergänzungen zur Kandidatenliste
- 2. Zulassungsliste (Anhang XIV): Die No-Go-Zone (es sei denn, genehmigt)
- Wichtige Fakten zur Autorisierung
- Häufig autorisierte Stoffe
- 3. Beschränkungsliste (Anhang XVII): Die rote Linie
- Was ist der Unterschied zwischen Autorisierung & Beschränkung?
- Beispiele für Beschränkungen gemäß Anhang XVII
- Wie können Unternehmen konform bleiben?
- Vergleichstabelle: REACH-Kandidaten-, Zulassungs- & Beschränkungslisten
- Abschließende Gedanken: Mit REACH-Konformität vorn bleiben
Die REACH (Registration, Evaluation, Authorisation, and Restriction of Chemicals) Verordnung der Europäischen Union ist ein zentrales Rahmenwerk zur Sicherstellung des sicheren Umgangs mit Chemikalien in der EU. Für Hersteller, Importeure und Lieferanten ist das Verständnis der Kandidatenliste, der Zulassungsliste und der Beschränkungsliste nicht nur eine gesetzliche Anforderung – es ist ein grundlegender Bestandteil des Geschäftsrisikomanagements.
Die Nichteinhaltung kann zu Unterbrechungen der Lieferkette, rechtlichen Sanktionen und Reputationsschäden führen. In diesem Leitfaden werden wir die wichtigsten REACH-Listen, ihre Auswirkungen und was Unternehmen tun sollten, um voraus zu bleiben, erläutern.

1. Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHCs): Die Beobachtungsliste
Die Kandidatenliste ist der erste Schritt zur Regulierung unter REACH. Hier hinzugefügte Stoffe werden als gefährlich gekennzeichnet und könnten letztendlich eingeschränkt oder verboten werden.
Warum ist das wichtig?
- Wenn Ihre Produkte mehr als 0,1% eines SVHC enthalten, sind Sie gesetzlich verpflichtet, Kunden und nachgelagerte Nutzer zu informieren.
- Einige dieser Stoffe werden schließlich eine Autorisierung (Anhang XIV) benötigen oder eingeschränkt werden (Anhang XVII).
Kürzliche Ergänzungen zur Kandidatenliste
✔ Bisphenol A (BPA) – Häufig in Kunststoffen und Harzen, verbunden mit hormonellen Störungen. ✔ PFAS-Chemikalien – Persistente Umweltstoffe, die wegen Gesundheitsrisiken stark geprüft werden. ✔ Bleiverbindungen – In verschiedenen Legierungen gefunden, mittlerweile stark reguliert.
Aktuelle Kandidatenliste auf der offiziellen ECHA-Website einsehen
2. Zulassungsliste (Anhang XIV): Die No-Go-Zone (es sei denn, genehmigt)
Wenn ein Stoff von der Kandidatenliste in den Anhang XIV verschoben wird, ist seine Verwendung nicht mehr alltäglich. Er wird zu einem regulierten Stoff, der eine Autorisierung durch die ECHA erfordert.
Wichtige Fakten zur Autorisierung
- Ablaufdaten gelten – Nach diesem Datum darf der Stoff nicht mehr verwendet werden, es sei denn, er ist ausdrücklich autorisiert.
- Risikosteuerung ist entscheidend – Unternehmen müssen beweisen, dass sie die Risiken effektiv managen können.
Häufig autorisierte Stoffe
- Chromtrioxid – Verwendet in der Metallveredelung, hochgiftig.
- Tris(2-chlorethyl)phosphat (TCEP) – Schwer eingeschränkter Flammschutzmittel.
3. Beschränkungsliste (Anhang XVII): Die rote Linie
Im Gegensatz zur Zulassungsliste verbietet oder schränkt Anhang XVII Stoffe direkt ein—ohne Ausnahmen, es sei denn, ausdrücklich angegeben.
Was ist der Unterschied zwischen Autorisierung & Beschränkung?
- Anhang XIV (Zulassungsliste): Unternehmen können eine Genehmigung zur Verwendung der aufgelisteten Stoffe beantragen.
- Anhang XVII (Beschränkungsliste): Bestimmte Verwendungen sind völlig verboten oder nur unter strengen Bedingungen erlaubt.
Beispiele für Beschränkungen gemäß Anhang XVII
- Blei in Schmuck – Verboten aufgrund von Toxizitätsbedenken.
- Mikroplastik – In Konsumgütern schrittweise auslaufende Verbote.
- Asbest – In jeglicher Form vollständig verboten.
Vollständige REACH-Beschränkungsliste ansehen
Wie können Unternehmen konform bleiben?
- Aktualisierungen zu REACH überwachen – Die ECHA aktualisiert ihre Listen häufig. Nichteinhaltung ist keine Entschuldigung.
- Mit Lieferanten kommunizieren – Sicherstellen, dass Lieferanten aktuelle Konformitätsdokumentation bereitstellen.
- Materialien testen & zertifizieren – Labortests durchführen, um zu bestätigen, dass Ihre Materialien innerhalb der gesetzlichen Grenzen liegen.
- Dokumentation pflegen – Halten Sie Sicherheitsdatenblätter (SDS), technische Dateien und Konformitätserklärungen aktuell.
Vergleichstabelle: REACH-Kandidaten-, Zulassungs- & Beschränkungslisten
Abschließende Gedanken: Mit REACH-Konformität vorn bleiben
Das Verständnis der **REACH-Kandidatenliste
